Hallenbad Rialto, Basel
Das Hallenbad Rialto in Basel erfuhr von 2022 bis 2024 eine Gesamtrenovation. Das Gebäude inklusive Hallenbad im Untergeschoss wurde 1932 von den Architekten Emil Bercher und Eugen Tamm während der Wirtschaftskrise gebaut und 1934 eröffnet. Mit diesem Bau besass Basel ein Musterbeispiel eines modernen Hallenbads. 1970 erfolgte eine Totalsanierung. Jetzt wurden von den REUTER Architekten der Bereich des Schwimmbeckens, der Eingangsbereich und die denkmalgeschützte Fassade wieder in ihren Originalzustand versetzt. Da man deren keramische Platten nur partiell ersetzen musste, wollten die Bauphysiker verhindern, dass am bestehenden Fassadenaufbau etwas geändert wird. Das war sehr anspruchsvoll, weil sich der heutige Stand der Technik, wie Fassaden aufgebaut werden sowie die Materialien, die dafür verwendet werden, von der Ausführung von 1948 unterscheiden.

















Rialto
Swisskeramik AG, Sarnen,

Entstehung: (Geschichte/Planung/Entwurf)
Daniela Bernardi hatte als Fachplanerin, Entwicklerin und Lieferantin der Keramik also die Aufgabe, exakte Kopien mit denselben technischen Eigenschaften wie die bestehenden zu entwickeln. Die Schwierigkeit bestand darin, den richtigen Ton zu finden, der es möglich machte, 25mm dicke frostsichere keramische Platten herzustellen, die in ihrer inneren Struktur und der Ästhetik den bestehenden Platten entsprachen. Auf ihrer Suche wurde sie bei der Swisskeramik AG in Sarnen fündig. Gemeinsam entwickelte man einen ersten Prototyp, der dann in einem Labor in Deutschland geprüft, getestet und schliesslich für frostsicher erklärt wurde. Ästhetisch kam bereits dieser erste Prototyp dem Original sehr nahe.
Besonderheiten:
Für die Swisskeramik AG bestand eine grosse Herausforderung im Herstellungsprozess unter anderem darin, speziell die grossen Eck-Winkelelemente ohne Verzug zu formen und zu brennen.
Verfügbare Formate:
Wandplatten 220 x 570 mm
Eckplatten 220/220 x 570 mm